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Neues Gütesiegel „Hergestellt in Deutschland (HID)“

Finde Handwerker | letztes Update: 30.04.2018

Ein neues Gütesiegel weist künftig deutsche Wertarbeit aus: Mit dem Zertifikat „Hergestellt in Deutschland (HID)“ werden Unternehmen ausgezeichnet, deren Produkte in Deutschland hergestellt werden und die größtenteils Materialien verwenden, die aus Deutschland stammen.

Um das Gütesiegel zu erhalten muss nachgewiesen werden, dass

  • mindestens 80 Prozent aller verwendeten Rohstoffe für das Produkt aus Deutschland stammen
  • diese Rohstoffe auch zu mindestens 80 Prozent hierzulande verarbeitet werden.

Das neue Zertifikat wurde von der Handwerkskammer für Oberfranken, Bayern Handwerk International und ZDH-Zert, dem Begutachtungspartner für Handwerk und Mittelstand, entwickelt. Zielgruppe sind insbesondere produzierende Betriebe und das Zuliefererhandwerk, aber auch für Privatkunden kann sich der Einsatz lohnen, so die Einschätzung von Peter Löpp, Leiter Managementsysteme bei ZDH-Zert.

Zum Vergleich: Für das Siegel „Made in Germany“ reicht es, wenn ein Produkt in Deutschland hergestellt wurde – die dafür verwendeten Materialien und Einzelteile können dagegen zu größeren Teilen auch importiert sein. Mit dem neuen Zertifikat „Hergestellt in Deutschland“ (HID) können Unternehmen nun besser zeigen, dass ihre Produkte und Rohstoffe tatsächlich aus Deutschland stammen.

Obwohl das Siegel so neu ist, dass es bisher noch keine Werbeunterlagen dafür gibt, liegen dem ZDH-Zert bereits mehrere Anfragen von interessierten Unternehmen vor, berichtet Löpp. Denn das Zertifikat würde als Chance und klarer Wettbewerbsvorteil für nachhaltig produzierende Betriebe angesehen. Laut einer Studie der Serviceplan Corporate Reputation Berlin ist ein nachhaltiges Image schon heute in vielen Unternehmen für bis zu 15 Prozent des Umsatzes verantwortlich.

Verfahren und Kosten für den Erhalt des HID-Siegels

Um das Siegel zu erhalten, müssen interessierte Unternehmen den Prüfern von ZDH-Zert in einem Vor-Ort-Audit nachweisen, ob die erforderlichen Kriterien erfüllt sind. Wenn mindestens 80 Prozent der Rohstoffe aus Deutschland stammen und zu mindestens 80 Prozent in Deutschland verarbeitet werden, wird das „Hergestellt in Deutschland (HID)“ Siegel erteilt. Dieses kann dann von den Unternehmen zwei Jahre genutzt werden. Die Erstbegutachtung kostet zum Beispiel für Betriebe mit nur einem Standort und bis zu 50 Mitarbeitern 1.950 Euro, das Folge-Audit nach zwei Jahren dann 1.550 Euro.

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